Anny Hwang - Pianistin

Dudweiler Pianistin begeisterte das Publikum in der chinesischen Metropole Wuhan
 
Eine junge Dudweiler Pianistin macht seit einiger Zeit mit ihrem Talent und viel harter Arbeit auf sich aufmerksam. Gerade kam sie von einem Auftritt in der chinesischen Metropole Wuhan zurück.
Von SZ-Mitarbeiterin Traudl Brenner
Dudweiler. Die junge Pianistin Anny Hwang aus Dudweiler, die asiatische Wurzeln hat, aber schon im Saarland geboren ist und auch hier – sowie in Paris und Berlin – studierte, gastiert seit 2007 mit namhaften Orchestern in vielen Ländern.
Jetzt war die hübsche Anny, die auch „Saarländische Superbotschafterin“ ist, mal wieder zu Gast in China. In der mit über zehn Millionen Einwohnern tatsächlich gigantisch großen Stadt Wuhan spielte sie mit dem „Wuhan Philharmonic Orchestra“ unter der Leitung von James Liu das 2. Klavierkonzert von Beethoven, mit dem sie vor Kurzem im Sendesaal auf dem Halberg das Publikum bezaubert hat.
Nun ist Anny aus China zurück – wo sie 2007 erstmals gastiert hat, in Shanghai – und wir wollten wissen, wie man sich fühlt, wenn man aus dem vergleichsweise winzigen Saarland in eine so große Stadt kommt? Eine neue Stadt, ob groß oder klein, gebe immer „ein intensives Gefühl“, man nehme neue Schwingungen auf, sagt sie. Zudem: Die 2007 fertiggestellte „Qintai“-Konzerthalle, in der sie spielte, sei „eine wahre Schönheit“, für die Dekoration seien 27 Kilogramm Gold verwendet worden.
Rund 1200 Zuhörer waren zum Konzert gekommen. Die Resonanz des Publikums – Spitze! Und natürlich wurde auch eine Zugabe eingefordert. Anny Hwang hat die Toccata von Camille Saint-Saens gespielt – ein nicht gerade sehr bekanntes Stück, das aber mit Jubel und viel Applaus aufgenommen worden sei. Das Prinzip der jungen Pianistin: Sie will in China immer Bekanntes mischen mit Neuem. Für die meisten Chinesen seien ja unsere „alten Klassiker“ auch noch etwas Neues. Den Namen Beethoven allerdings kenne in China fast jeder – aber fast ausschließlich in Verbindung mit der fünften Sinfonie. Mit dem 2. Klavierkonzert wollte Anny Hwang nun den Chinesen auch mal die heitere Seite Beethovens demonstrieren. Dank mererer Gastspiele in China in den letzten Jahren kann Anny Hwang sehr gut die Entwicklung des Publikums beurteilen: Viel neugieriger seien die Menschen geworden, nicht mehr so schüchtern, wie früher. Das merke man auch am Beifall. Die die Werk- und Musikkenntnisse seien deutlich gewachsen. Und das Publikum sei, gemessen an Europa, halt auch wesentlich jünger.
Die nächsten Pläne Anny Hwangs: Im März gibt es eine kleine Tournee in Deutschland, wobei auch das saarländische Oberthal und Bad Dürkheim auf dem Programm stehen, aber auch Eisenach und andere deutsche Städte. Mehrere Auftritte wird es in Luxemburg geben, dazu kommen CD-Aufnahmen beim SR. Ein Soloabend ist auch in der saarländischen Vertretung beim Bund in Berlin. Und bei den Musikfestspielen Saar 2013 wird Anny Hwang auch mitwirken.
 
„In einer neuen Stadt nimmt man immer neue Schwingungen auf.“ -  Anny Hwang 
 
 
Ebersberger Klavierzyklus
 
Das eine Künstlerin kurzfristig ein Konzert absagen muss, ist Pech, Wenn ein Ersatz gefunden wird, hat man ein Glück gehabt. Ist der Ersatz eine hübsche und blutjunge, aufstrebende Pianistin wie Anny Hwang ist die Freude groß.
 
 
Toller Ersatz: Pianistin Anny Hwang
 
Bericht aus der EZ vom 03.12.2012
 

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